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9.Kirsch- und Ziegelfest 2005

Vom 9. Kirsch- und Ziegelfest vom 01.07. bis 03.07.2005

Ob das Biologiestudium Voraussetzung für das Amt der Kirschkönigin ist, vermag man nicht zu sagen. Den Thron bestieg dieses Mal, die als Pharmareferentin arbeitende Britta Schumacher. Premiere eines neuen Wettbewerbes beim Kirsch- und Ziegelfest: das Kirschsteinweitspucken. Volker Meller (Männer) beförderte den Kirschstein 13,10m weit, und Arvid Lehmann (Jugend) schafft es auf 5,50m. Am Vorabend des Festes wurde die neue Bogenschießanlage eröffnet, die für 99000€ im Schützenpark entstanden ist. Zugegen beim Kirsch- und Ziegelfest war der Bürgermeister der Partnerstadt Rahden Bernd Hachmann. Die Taubenzüchter hatten während des Festumzuges eine Vogelvoliere dabei. Züchter Heinz Rochlitz schickte die Tauben vom Festgelände aus nach Hause. In letzter Minute wurde das Ziegelportal am Ortseingang der L90 fertig gestellt und konnte noch am letzten Tag des Kirsch- und Ziegelfestes übergeben werden. Schmiedemeister Herrmann Boremski, 85-jährig und Glindows Ehrenbürger, zeigte nicht nur historische Geräte sondern auch sein Können an seiner Feldschmiede.

Die Presse berichtet:

Aus der Märkischen Allgemeinen
Glindow feiert seine Errungenschaften
Kirsch- und Ziegelfest mit fescher Königin und neuem Portal - aber wenig Früchten

Natürlich feiern die Glindower auch in diesem Jahr ihr Kirsch- und Ziegelfest. Sie lassen sich doch nicht die Freude und den Elan nehmen, nur weil der Frost im April den größten Teil ihrer Kirschen zunichte gemacht hat. Werder-Frucht konnte in rosigen Zeiten 150 Tonnen von den rund 30 Hektar großen Plantagen ernten. In diesem Jahr werden es wohl höchstens 40 Tonnen werden. Dennoch ist dem Obstbauexperten und Ortsbürgermeister Sigmar Wilhelm und Bauer Thomas Giese der Ärger über das zweite Jahr mit hohen Ernteeinbußen insbesondere bei Süßkirschen ins Gesicht geschrieben. "Doch die Sauerkirschernte Ende Juli verspricht einen Lichtblick, und so schnell lassen wir uns sowie so nicht unterkriegen", sagt Wilhelm, "darum begehen wir mit der neuen Kirschkönigin ab 1. Juli drei Tage unser traditionelles Fest." Die Glindower haben allen Grund zum Feiern, denn gleich zur Eröffnung am 1. Juli wird die neue Bogenschießanlage im Schützenpark übergeben. Damit hat Glindow mit Bogenschütze Paul Titscher nicht nur einen Juniorenvizeweltmeister sondern nun auch eine Anlage für internationale Wettbewerbe.

Alte und neue Kirschkönigin-
		Madeleine Hannemann und Britta Schumacher

Nach der Eröffnung des Festes, zu dem etwa 3000 Gäste erwartet werden, wie Wolfgang Hotzel vom Gewerbeverein sagt, geht es Schlag auf Schlag mit Sport, Musik und bester Unterhaltung bis Sonntag weiter. Höhepunkte sind u.a. die Krönung der Kirschkönigin am Sonnabend nach dem Eintreffen des bunten Umzuges, der abendliche Ball in der Porta Helena sowie der Frühschoppen am Sonntag erstmals auf dem Ziegeleigelände.
Als neue Kirschkönigin stellten gestern Wilhelm und Hotzel die fesche Britta Schumacher vor. Die 32-jährige Ehefrau und Mutti von klein Marie und Emma ist seit ihrem neunten Lebensjahr im Karnevalsverein aktiv und ist vor allem für die Tänzerinnen des Vereins eine wertvolle Stütze. Die blonde Pharmaziereferentin löst die brünette Madeleine Hannemann ab, die den königlichen Blütenkranz seit dem vergangenen Sommer trägt. "Der Auftritt bei der Grünen Woche und weiteren Messen hat mir viel gegeben und war auch sehr interessant", sagt die scheidende Majestät. "Künftig wäre aber ein noch engerer Kontakt zu den Obstbauern der Region für die Königin des Jahres sicherlich ein Gewinn." Bevor das Kirsch- und Ziegelfest am 3. Juli mit Frühschoppen an der Ziegelei und Chorkonzert in der Dorfkirche zu Ende geht, starten die Glindower nach der Bogenschießanlage mit einer weiteren Errungenschaft in den Tag. Denn bis dahin wird das neue Portal am Kreisverkehr vollendet sein. Das Gemeinschaftswerk für 100 000 Euro ist von Glindowern, Sponsoren und dem Gewerbeverein sowie der Ziegelei geschaffen worden, um den Ortseingang und das Rondell attraktiv zu gestalten. Davon werden sich auch die Gäste aus der Partnerstadt Rahden überzeugen können, die zum Fest erwartet werden.
Regine Greiner

Die Presse berichtet

Aus der PNN (Potsdamer Neueste Nachrichten):
Noch ungekrönt: Kirschkönigin vorgestellt

Werder/Glindow - Es gibt viele gute Nachrichten und eine schlechte: Die diesjährige Kirschernte fällt so gut wie aus. 70 bis 90 Prozent der Süßkirschblüten sind durch Frost im April zerstört worden. Allein auf den 30 Hektar, die durch die Werder Frucht Erzeugergemeinschaft bewirtschaftet werden, erwartet Sigmar Wilhelm, Geschäftsführer und Glindower Ortsbeirat, nur 40 Tonnen Süßkirschen. Zum Vergleich: Im Vorjahr konnten etwa 150 Tonnen geerntet werden. Dennoch wird traditionell am ersten Juli-Wochenende in Glindow das Kirsch- und Ziegelfest gefeiert. Die noch ungekrönte Königin wurde gestern vom Vorsitzenden des Festkomitees, Wolfgang Hotzel, vorgestellt. Britta Schumacher (34) wird am 2. Juli, 15 Uhr, nach dem großen Festumzug zur Kirschkönigin und freut sich auf ihre Amtszeit: Ich werde den Kontakt zu den Obsthöfen suchen, diesen Tipp gab mir Madeleine Hannemann, die amtierende Königin sagt die symphatische Pharmareferentin, zu deren Hofstaat ihr Mann und die beiden Töchter Marie (6) und Emma (2) gehören. Höhepunkte des dreitägigen Festes sind neben dem großen Festumzug auch die Einweihung des Ziegeltores am Kreisverkehr am Sonntag und der Bogenschießanlage am Freitag.

Aus der Märkischen Allgemeinen:
Neue Königin regiert Glindow

GLINDOW Beim diesjährigen Kirsch- und Ziegelfest hatte ein längst überfälliger Wettstreit Premiere: das Kirschkernweitspucken. Volker Meller (Männer) beförderte das kleine runde Flugobjekt 13,10 Meter weit und Arvid Lehmann (Jugend) schaffte es auf 5,50 Meter. Zu den ganz großen Höhepunkten des Festes indes gehörte natürlich wieder der traditionelle Festumzug am Sonnabendnachmittag, begleitet von Blasmusik aus Beelitz. Mit dabei in Cabrios die Königinnen und Honoratioren. Zudem präsentierten sich u.a. der Schützenverein Glindow 1924, der Gemischte Chor Glindow, der Glindower Carneval Club, der Förderverein Elisabethhöhe, die Sportschützen Glindow 03 und schließlich der Obsthof Wels mit einem Obstanhänger voller Kirschen, Erd- und Stachelbeeren. Wir haben in diesem Jahr Pech. Durch die Frühfröste büßen wir den Großteil der Süßkirschen ein. Aber für unser Ortsfest pflückten wir noch genügend", sagte die Ostgärtnerin.
Die Sportfreunde des Motor-und Wassersportvereins Glindow e. V. konnten die letzte Schleife nicht mehr mitfahren. Unser Mast am Boot ragt zu hoch hinaus, so dass wir nicht an den Bäumen vorbei kommen", war der Grund. Die Kleintierzüchter hatten ein paar Tauben in der kleinen Wagenvoliere dabei. Am Festplatz Porta Helena angekommen, schickte sie Züchter Heinz Rochlitz per Flügelschlag nach Hause. Der Festumzug hatte allerdings in den vergangenen Jahren auch schon etwas mehr Fußvolk und "fahrende Vereine" dabei: Und wie sich zudem zeigte, blieb die Zuschauerschar recht klein. Lässt das Interesse am Kirsch- und Ziegelfest nach? Ortsbürgermeister Sigmar Wilhelm sagt: Nein. Nach den Regenfestspielen 2004 standen nun wieder dicke Wolken am Himmel. Unser Ort blieb trocken, und nun scheint die Sonne. Und im nächsten Jahr wollen wir das Zehnte ganz toll feiern." Fast alle 31 Vereine waren in die Vorbereitung des Festes eingebunden, gesteuert von Wolfgang Hotzel vom Gewerbeverein und Karl-Heinz Lutze. Nicht nur Bernd Hachmann, der Bürgermeister der Partnerstadt Randen, spendete Beifall: Bei so vielen hübschen Glindowerinnen wünschte ich mir, hier Bürgermeister zu sein." Die schönen Majestäten Sabrina Bohne (Blütenkönigin) und Madeleine Hannemann (bisherige Kirschkönigin) krönten dann die neue Kirschkönigin, die 34-jährige Biologin Britta Schumacher. Ich hatte eine tolle Zeit", sagte die Abdankende, möge Britta ebenfalls als Repräsentantin unseres Ortes solche Erlebnisse haben."
Ein buntes Programm erwartete die Besucher am Nachmittag. Tanzgruppen des Glindower Carneval Clubs erfreuten mit ihren temperamentvollen Darbietungen. Die junge Saxophonistin Julia Behrens ließ Proben ihres Könnens hören, und Heiko Mahler brachte mit seiner Diskothek Stimmung unter die Leute, so dass auch einige tanzten. Es ist doch etwas Anderes, wenn auf dem Lande gefeiert wird", fand ein Gast aus Berlin. Das geht alles so zwanglos zu." Ständig umringt war Glindows Ehrenbürger Hermann Boremski an seiner Feldschmiede mit der Ausstellung historischer Geräte. Der 85-Jährige ist immer noch in seinem Element, wenn er die Kunst seines Berufes zeigen und erzählen kann. Mit dem lustigen Fußballturnier um den Kirschpokal, bei dem einige recht kurios kostümiert waren und bei dem sich der Gewerbeverein vor dem Karnevalverein und einer Gastmannschaft aus Potsdam als bestes Team erwies, wurde der neue Fußballplatz seiner Bestimmung übergeben. Die Volleyball-Kirschpokale holten sich bei den Frauen die Busendorfer vor der SG Glindow, bei den Herren gewann das Oberstufenzentrum Werder vor FSC Waldstadt Potsdam. Am Nachmittag verkündeten Heimatvereinsvorsitzende Ingrid Baitz und Ortsbeirätin Renate Vehlow die Sieger und Platzierten im Kirschrezepte-Wettbewerb des Heimatvereins. Die Jury entschied, den Likör von Kurt Knittel zu honorieren. Elena Freyer mit ihrem Kirschherz wurde in der Kategorie Kuchen Siegerin vor Helga Kissler mit ihrem Kirschstreusel. Die Preise gab's dann beim Ball mit der Gruppe Frankie goes to Liverpool".
Ins diesjährige Kirsch- und Ziegelfest war auch die Ziegelei eingebunden, und zwar mit einem musikalischen Frühschoppen, zu dem die Tremsdorfer Blasmusikanten aufspielten und sich der Verein Gebrannte Erde präsentierte. Außerdem wurden in letzter Minute die Erbauung des Ziegelportals am Kreisverkehr der L 90 am Sonntagfrüh zur Übergabe fertig.Kurz vor Beginn des Festes wurde am Freitag die Bogenschießanlage eröffnet, die für 99 000 Euro im Schützenpark entstand. „Der schönste und modernste Bogenschießplatz Deutschlands", lobte Rainer Wickidahl, Präsident des Brandenburgischen Schützenbundes. Trainer Dirk Titscher betonte, dass die Anlage nicht den Spitzenschützen, sondern vielmehr dem Breitensport zur Verfügung steht. F. W.

Amtsübergabe von Kirschkönigin
		Madeleine Hannemann an Kirschkönigin Britta Schumacher

Das 9. Kirsch und Ziegelfest mit großer Beteiligung beendet

An allen drei Tagen beteiligten sich viele Glindower an den Veranstaltungen des 9. Kirsch- und Ziegelfestes. Erste Höhepunkte waren die Einweihung der neuen Bogenschießanlage im Schützenpark, das Volleyball- und Fußballturnier (letzteres gewann der Gewerbeverein knapp vor dem Karnevalsverein). Auch der Umzug wurde unter reger Teilnahme der Vereine und vieler Zuschauer zu einem vollen Erfolg. Bei schönem Wetter fand die Krönung der neuen Kirschkönigin in der Porta-Helena statt. Hunderte Besucher informierten sich an zahlreichen Ständen über die Aktivitäten Glindower Vereine oder versuchten sich im Kirschkernweitspucken. Der Sieger erreichte eine Weite von über 13 Metern. Bei Live-Musik klang der Abend mit dem traditionellen Kirschball aus. Am Sonntag wurde das neue Ziegelportal an der Ortseinfahrt eingeweiht. Anschließend konnte man bei einem Frühschopppen auf dem Ziegleigelände wissenswertes rund um die Produktion der handgestrichenen Glindower Ziegel, das Ziegleimuseum und den Verein 'Gebrannte Erde' erfahren. Das Fest wurde mit einem Konzert des Gemischten Glindower Chores in der Kirche beendet. Während des Festes weilte ein Delegation aus der Partnerstadt Rahden in Glindow.

Kirschkönigin Britta Schumacher beim Kirschsteinweitspucken Ehemahlige Kirschkönigin Madeleine Hannemann beim
		Kirschsteinweitspucken
Einweihung des neuen Ziegelportals am Ortseingang

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