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Bücher über die Region und Glindow

Geschichte Glindows

Glindow (Glina) wurde 1317 das erste Mal urkundlich erwähnt. Der Name Glina ist slawischen Ursprungs und bedeutet soviel wie Ton und Lehm. Die Glindower lebten zu dieser Zeit vorrangig von der Fischerei vom Glindower See. Die ersten Wohnhäuser wurden um den Kiez gebaut, der heute als historischer Kern angesehen wird. Im Jahre 1452 gehörte Glindow zum Kloster Lehnin. Die Mönche aus dem Kloster befaßten sich mit dem Brennen von Ziegelsteinen im ,,Klosterformat".


Als im Jahre 1862 Theodor Fontane auf seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg Glindow besuchte, waren mehr als 32 aufragende Schornsteine der Hoffmannschen Ringöfen (Ziegelherstellung) sichtbar. Um die Jahrhundertwende setzte ein sprunghafter Bedarf an Ziegelsteinen ein. Berlin begann sich stark auszudehnen, es wurden Millionen von Steinen benötigt. Caputher Schiffer brachten die Ziegel über die einheimischen Wasserstraßen mit Kähnen von Glindow nach Berlin. Seit 3 Jahrhunderten wurde in den Glindower Alpen der Ton abgebaut, zu Ziegeln verarbeitet und gebrannt. Da der Ton in einer Tiefe von 11-17 m lagerte, wurden die Decksandschichten abgetragen und auf die Plateaus aufgeschüttet. Um den Besucherstrom auch nach Glindow zu locken, erhielt das Gebiet den Namen ,,Glindower Alpen". Romantische Wanderwege, einmalig schöne Schluchten sowie kleine Seen, geben den Glindower Alpen die Prägung zum Verweilen in der Natur. Von den Höhenrücken der Glindower Alpen ist eine beeindruckende Rundsicht auf die Landschaft zu erleben. Viele botanische und zoologische Besonderheiten, wie z.B. die großflächigen Orchideenwiesen und seltene Pflanzen, bleiben dem geübten Besucher nicht verborgen.

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