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1. Tourismustag in Werder (Havel) mit rund 50 Gästen

Pausengespräch mit Gösta Oelstrom vom Scala und und Christian Fox vom Rittmeister

Regionalität ist das Topthema im Tourismus. „Je mehr sie sich auf die Besonderheiten ihrer Region spezialisieren, je authentischer sie dabei sind, desto zufriedener werden ihre Gäste sein“, sagt Patrick Berger. Der Leiter der Klassifizierungsabteilung des Deutschen Tourismusverbands war am Mittwoch einer der Referenten des 1. Werderaner Tourismustages im Werderaner Tannenhof.

Den etwa 50 Teilnehmern aus der Werderaner Tourismusbranche erläuterte er, wie sie ihre Angebote u.a. durch gezieltes Marketing und zielgruppengerechte Ansprache optimieren können. Ein großes Thema: Regionalität. „Die Gäste wollen keine Austauschbarkeit, sie wollen ein authentisches Reiseerlebnis“, so Patrick Berger. 
Vieles drehte sich um die Themen Regionalität und Qualität an diesem Nachmittag, zu dem Werders 1. Beigeordnete Christian Große die Gäste am Anfang begrüßte. Nach einem touristischen Rekordjahr mit 326.486 Übernachtungen - ein Plus von 18 Prozent - wolle die Stadt stärker mit den touristischen Anbietern in den Austausch über die Aktivitäten der Stadtverwaltung und das Leistungsspektrum der Anbieter treten.
Christian Große betonte, welche Bedeutung der Tourismus als Wirtschaftszweig des Staatlich anerkannten Erholungsortes habe: 14 Hotels und Pensionen, 7 Marinen, 2 Campingplätze, ein Reisemobilplatz und ein Wasserwanderrastplatz in der Altstadt, ein weiterer Wasserwanderrastplatz in Phöben, eine Jugendherberge und rund 120 private Ferienunterkünfte gebe es in der Stadt.
Im Wettbewerb der Reiseregionen rücke die Qualität der Angebote stärker in den Fokus. Die Stadt selbst arbeitet in dieser Hinsicht an neuen Standards: Vivien Riehn vom Sachgebiet Tourismus der Stadtverwaltung erläuterte die Pläne für den Umzug der Tourist Information ins Lindowsche Haus, der für den Mai geplant ist. „Wir werden uns nicht nur räumlich vergrößern, sondern teilweise komplett aufstellen“, so Vivien Riehn.
Gäste erwarteten in der Tourist Information über die Beratung zu Unterkünften und Sehenswürdigkeiten hinaus auch Inspirationen für ihren Aufenthalt. Die wolle man durch die Gestaltung des Hauses unter dem Arbeitstitel „Willkommen im Wohnzimmer der Obstzüchter“ auch bieten. So soll neben den Themen Beratung, Information, Multimedianangeboten und Souvenirverkauf in einem der Räume auch an die Geschichte des alten Obstzüchterhauses und die Werderaner Obstbautradition erinnert werden.
Juraj Petrov vom Sachgebiet Kultur erläuterte die gemeinsamen Pläne, die die Stadt Werder (Havel) mit dem Nachbarerholungsort Schwielowsee für das Jubiläumsjahr fontane.200 entwickelt hat. Theodor Fontane hat in seinen „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ auch der Region Werder (Havel) ein Denkmal gesetzt. Die beiden Kommunen würdigen das mit zu seinem Geburtsjubiläum mehr als 40 Veranstaltungen.
Neben Ausstellungen, Konzerten, Lesungen und Hörerlebnissen mit einer „Lauschtour“ werden an fünf Terminen die Erlebnistouren „Fontane und der Obstbau“ und „Fontane auf See“ angeboten, so Juraj Petrov. Es sind Zeitreisen durch die Schuffelgärten  und die Altstadt von Werder, denen sich eine Schifffahrt über den Schwielowsee anschließt.
Die Vorträge boten in den Pausen viel Stoff für Gespräche. Der Tourismustag soll sich nach der erfolgreichen Premiere als feste Veranstaltung etablieren - um mit den Partnern im Austausch zu bleiben und das touristische Netzwerk in Werder weiter auszubauen, wie Christian Große sagte.

Fotos: Stadt Werder (Havel)

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