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Millionenförderung für Brauchwasserversorgung

Für den Erhalt der Kulturlandschaft, das Mikroklima und nicht zuletzt für einen nachhaltigen Wasserhaushalt in Zeiten des Klimawandels ist das Brauchwasserwerk in Werder (OT Glindow) unentbehrlich. Jetzt kann dessen schon vor 85 Jahren aufgenommener Betrieb mit einer Millionenförderung des Landes Brandenburg für die Zukunft gesichert werden.

Brandenburgs Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz Axel Vogel hat heute (02.08.2021) einen Zuwendungsbescheid über 1,7 Millionen Euro zur Sanierung des Brauchwasserwerks an Werders Bürgermeisterin Manuela Saß übergeben. Mit dem Geld aus dem Zukunftsinvestitionsfonds wird eine Fortführung der Brauchwasserversorgung gesichert.

Seit 1936 werden viele Werderaner Obstplantagen, Gärten und Anlagen vom Pumpwerk in Glindow aus mit dem unentbehrlichen Havelwasser versorgt. Mit der Sanierung wird das Brauchwasserwerk grundlegend modernisiert. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und wird durch eine hydrologische Studie zum schonenden Wasserverbrauch im Obstbau begleitet.

Minister Axel Vogel: „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass gerade der Gartenbau massiv vom Klimawandel betroffen ist. Die Betriebe müssen sich auf sich verändernde Bedingungen einstellen und Vorsorge treffen. Blütenfröste und anhaltende Trockenperioden führen ohne entsprechende Präventionsmaßnahmen langfristig dazu, dass Kulturen möglicherweise aufgegeben werden müssen.

Die Sicherung einer wassersparenden, effizienten Bewässerung zu Frostschutzzwecken und in Trockenzeiten ist ein wichtiger Schritt zur Anpassung an den Klimawandel, den der Gartenbau gehen muss. Mit der hier in Werder geförderten Infrastrukturmaßnahme unterstützt die Landesregierung die Unternehmen in der Region unmittelbar auf diesem Weg. Darüber hinaus erhoffe ich mir aus den Ergebnissen des Projektschwerpunktes zur Bewertung effizienter Bewässerungsmethoden Erkenntnisse für die Bewässerungsplanung, die sich übertragen lassen und landesweit Nutzen bringen.“

Bürgermeisterin Manuela Saß: „Die Bedeutung der Werderaner Obstplantagen und Gärten für die Wirtschaft, den Tourismus und das Landschaftsbild der Stadt Werder ist immens. Umso wichtiger ist es, dass die Obstbäume und Anbaukulturen auf den durchlässigen Böden mit Wasser versorgt werden. Die Brauchwasserversorgung ist eine besonders nachhaltige Art der Bewässerung von Klein- und Hobbygärten sowie Obstanbauflächen. Sie schont die Trinkwasserreserven und sorgt dafür, dass Wasserressourcen nicht abfließen. Wir sind dem Land Brandenburg sehr dankbar, dass es den Erhalt der Brauchwasserversorgung so umfassend unterstützt. Mit Blick auf die Klimaveränderungen bin ich froh, dass mit dem Gesamtprojekt auch der Weg für die mittlerweile dringend erforderlichen Frostschutzberegnungen und einen noch sparsameren und klimagerechten Umgang mit dem Brauchwasser geebnet werden kann.“ 

Im Jahr 2022 soll das Brauchwasserwerk technisch saniert werden, im Folgejahr das Rohrnetz. Die Stadt steuert zu dem insgesamt 2 Millionen Euro teuren Vorhaben 300.000 Euro bei. Im Frühjahr wurde durch die Stadt bereits - in Vorbereitung der Investitionen - der Zufluss des Brauchwasserwerks vom Glindower See erneuert. Die Sanierung wird fachlich durch eine Studie der Technischen Universität Dresden zur „wassersparenden und klimaangepassten Bewässerung“ im Obstbau begleitet.

Derzeit verfügt das Brauchwasserwerk über 843 Kunden, 92 davon gewerblich registriert. Unter anderem wegen der Lage im Trinkwasserschutzgebiet ist in vielen Bereichen des Versorgungsgebietes keine Brunnenwasserversorgung möglich. Dass das Brauchwasser wärmer und nährstoffreicher ist, kommt den Anlagen in Werder zugute. Das Brauchwasserwerk läuft über einen Eigenbetrieb der Stadt, der den Betrieb bezuschusst.

 

Fotos: hkx / Stadt Werder (Havel)

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