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Stadt Werder mit guten Energiemanagement, aber noch offenem Potential

Am 04.11.2013 hatte die Aktion FREIE BÜRGER Werder gemeinsam mit der Stadtverwaltung Werder zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Energieberatung in der Kommune und im privaten Haushalt“ eingeladen. Es wird für die Stadt Werder kein Energiekonzept geben, so das Fazit der Veranstaltung. Seit 2003 arbeitet die Stadt mit der Energieberatungsfirma W.E.N. Consulting GmbH aus Berlin zusammen. Der Energieverbrauch in der Stadt Werder ist von 2005 bis 2011 stetig angestiegen, so der Geschäftsführer Herr Joachim Stöhr.

Während die Gewerbebetriebe ca. 47 Millionen kWh, sind es bei den privaten Verbrauchern ca. 41 Millionen kWh. Dabei liegt der CO2-Ausstoss mit 3,5t pro Einwohner und Jahr weit unter dem Durchschnitt in Deutschland. Die Tatsache liegt vor allem darin begründet, dass in den neuen Bundesländer seit 1990 sehr viele Heizungsanlagen modernisiert wurden. Die Stadt Werder muss 2013 für den Strom von Liegenschaften und Straßenbeleuchtung, sowie für Erdgas und Fernwärme mit Kosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro rechnen. Der Stromverbrauch für die kommunalen Liegenschaften ist leicht rückläufig, während der Verbrauch bei den Straßenlaternen annähernd stagniert. Vor allem bei Aus- und Neubauten von Straßen setzt man auf energiesparende LED-Technik. Und wo noch über Investitionen in die LED-Technik nachgedacht werden sollte, wird durch ein Straßenlaternenkataster, welches durch die W.E.N. Consulting GmbH gegenwärtig erstellt wird, ermittelt. Insgesamt hat die Stadt ein gutes Energiemanagement der eigenen Liegenschaften und mit W.E.N. einen kompetenten Partner an der Seite. Und doch sind einige Fragen an dem Abend offen geblieben. Der Anteil erneuerbarer Energien gemessen am Gesamtenergieverbrauch liegt in der Stadt Werder bei lediglich 1,6%. Wollen wir in unserer Stadt erneuerbare Energie nutzen, die Energieeffizienz steigern und den CO2-Ausstoss verringern? Unverständnis wurde in der Diskussion auch dahingehend ausgesprochen, dass bei der Erschließung eines Neubaugebietes in Werder, nicht der Anschluss an der direkt an dem Grundstück vorbeiführenden Fernwärmeleitung erfolgte. Will man den CO2-Ausstoss in unserer Stadt verringern, sollte dringend über eine verbesserte Citybusanbindung der Ortsteile nachgedacht werden. Im Moment wird gerade ein Verkehrskonzept für die Stadt Werder erarbeitet, so die 1.Beigeordnete Frau Manuela Saß. Aber auch in Fragen der Windenergienutzung muss dringend nachgesteuert werden. Die Regionalversammlung Havelland-Fläming hat am 24.10.2013 den 2.Entwurf der Regionalplanung beschlossen. Unverständlich hier, dass im Umweltbericht zur Planung zu den Windkraftanlagen in der Bliesendorfer Heide zwar Schwielowsee als staatlich anerkannter Erholungsort genannt wird, die Stadt Werder allerdings nicht. Besonders interessant war an diesem Abend auch der Vortrag der Verbraucherzentrale Brandenburg Herr Dipl.-Ing. Harald Lacher. Telefonisch oder Online erfolgt die Beratung, Es gibt Basis- , Gebäude- und Brennwertechecks durch die Verbraucherzentrale, die Energiefresser ausfindig machen. Teilweise kostenlos oder mit nur geringem finanziellem Aufwand können Mieter und Hausbesitzer so manche kWh und damit bares Geld sparen. Es lohnt sich, mal auf den Webseiten der Verbraucherzentrale nachzuschlagen.
Fred Witschel

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