Bürgermeisterin informiert zur Sicherung des Plessower Sees

Bürgermeisterin informiert zur Sicherung des Plessower Sees

Bürgermeisterin Manuela Saß lädt zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Plessower See ein. Interessierte Werderaner können sich bei der Veranstaltung über Maßnahmen informieren, die zur Sicherung des Wasserhaushaltes des Sees geplant sind oder bereits laufen. Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 25. Mai, um 17 Uhr im Saal des Schützenhauses, Uferstraße 10, statt.

Zunächst wird die Bürgermeisterin über den Sachstand informieren. Dann wird die Geografin und Hydrologin Silvia Dinse einen Fachvortrag über den Wasserhaushalt des Plessower Sees und dessen Verbindung zur Trinkwasserversorgung der Stadt Werder (Havel) halten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit für Nachfragen.

Wie berichtet hatte die Bürgermeisterin mit mehreren Behörden und Trägern über Initiativen zur Sicherung des Wasserhaushaltes des Plessower Sees verhandelt. Im Ergebnis wurden Ende März eine Reihe von Maßnahmen vereinbart und teilweise bereits umgesetzt.

Darüber hinaus werden die Kontrollen zur unerlaubten Entnahme von Oberflächenwasser aus dem See verschärft.

 

--------------------------------

Frühere Information der Stadt Werder (Havel) vom 18.04.2023

Erste Beiträge zum Schutz des Plessower Sees: Informationen und Sachstand zum Plessower See zu den kommenden Sitzungen der Fachausschüsse von Bürgermeisterin Manuela Saß.

Die Stadtverordnetenversammlung hat den Auftrag erteilt, mit dem Landkreis Potsdam-Mittelmark und weiteren Beteiligten Verhandlungen zur Sicherung des Wasserhaushaltes des Plessower Sees zu führen.

Nach mehreren Vorberatungen mit einzelnen Beteiligten fand am 28.03.2023 eine gemeinsame Beratung mit

- dem WAZV,

- der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises,

- der Unteren Wasserbehörde des Landkreises,

- dem Wasser- und Bodenverband Nauen

und der Stadt Werder (Havel) statt.

 

Folgende Maßnahmen zur Sicherung des Plessower Sees wurden/werden veranlasst bzw. sind kurz nach der Beratung bereits umgesetzt worden:

- Das Ablaufbauwerk Plessower See Richtung Glindower See wird auf Dichtigkeit geprüft und gegebenenfalls abgedichtet.

- Das Schöpfwerk Phöben (Ableitung des Wassers aus dem Krielower Bruch in die Havel) wurde bis auf Widerruf außer Betrieb genommen. Sollten sich Schäden auf landwirtschaftlichen Nutzflächen ergeben, muss das Schöpfwerk wieder eingeschaltet werden.

- Das Wehr Kemnitz wird nach Möglichkeit vor Ablauf des Rechtes zur Entnahme von Wasser aus dem See geschlossen bzw. im Abfluss reduziert. Nach dem 15.05.2023 wird die Schließung des Wehres regelmäßig geprüft.

- Zur Sicherstellung der Einhaltung des befristet geltenden Entnahmerechtes wurde durch den Wasser- und Bodenverband ein Ingenieurbüro mit einer Durchflussmengenmessung beauftragt.

- Im Bereich des Wehres Kemnitz plant der Wasser- und Bodenverband einen weiteren Ausbau der Spundwände zur Sicherung der Dichtheit der Dämme.

- Durch die Untere Wasserbehörde werden verbindlich Pegelstände (min und max) für den See festgelegt werden. Es wird so sichergestellt, dass der Pegelstand nicht durch Entnahme unter den Mindestpegelstand fällt. Der WAZV stellt vorhandene Gutachten zu den Pegelständen zur Verfügung. Dies schützt natürlich bei einem heißen Sommer nicht vor Verdunstung. Gleichzeitig darf aber nicht vernachlässigt werden, dass bei „Hochwasser“ (z.B. 2017) Wasser aus dem See abfließen kann.

- Es wird geprüft, ob die Bewässerung des Krielower Bruches in Zukunft über das Grabensystem des Wasser- und Bodenverbands erfolgen kann. Eine Wasserentnahme aus dem Plessower See könnte dann dauerhaft unterbleiben.

 

Festzuhalten bleibt, dass in dieser sehr konstruktiven Beratung Ergebnisse erzielt wurden, die einen ersten Beitrag zum Schutz des Plessower Sees gewährleisten. Dabei wurden die Interessen aller besprochen und berücksichtigt.

Unabhängig von diesen und zukünftigen Maßnahmen bleibt es eine wichtige Aufgabe, die nicht genehmigte Entnahme von Oberflächenwasser aus dem See zu unterbinden. Es wird auch in diesem Jahr dazu entsprechende Kontrollen geben.

Zum Schutz des Sees ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Trinkwasser eine unverzichtbare Voraussetzung. Hier ist vor allem die Mitwirkung aller Bürgerinnen und Bürger gefragt. Der WAZV wird auch in diesem Jahr auf seiner Homepage Hinweise und Tipps zum Umgang mit Trinkwasser veröffentlichen.

 

Werder (Havel), 18.04.2023

Quelle: www.werder-havel.de/politik-rathaus/aktuelles/neuigkeiten/241-bericht-der-b%C3%BCrgermeisterin/3921-erste-beitr%C3%A4ge-zum-schutz-des-plessower-sees