-> Die aktuelle Ausgabe vom 23. Dezember 2025 ist online:
Seit Ende November ist der "Bogen der Einheit" auf dem Rahdener Platz gut verpackt. Hintergrund ist, dass das Denkmal dringend einer Sanierung bedarf. Der Ortsbeirat hat dazu in seiner Sitzung am 25. Juni 2025 ein Budget von 10.000€ beschlossen, um erste Arbeiten zur Sicherung ausführen zu können. Spätestens im Frühjahr 2026 folgen weitere Arbeiten. Erschwerend ist, dass es scheinbar keine Dokumentation zum "Bogen der Einheit" gibt. Ortsvorsteher Fred Witschel hat in engem Kontakt mit der Stadtverwaltung, dem Heimatverein Glindow, mit Herrn Radke von Werderkeramik und Firma Lutze Gartenbau Werder Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau GmbH alle Schritte für die Winterfestmachung des Denkmals in die Wege geleitet. Herzlichen Dank an alle Beteiligten für die zügigen Arbeiten vor Einbruch des Winters.
Die nächsten Wochen bieten Gelegenheit, nach Unterlagen der Dokumentation des Denkmales zu forschen.
Gemeinschaft, Erfolge und Ausblick für unseren Ortsteil Glindow
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu – eine Zeit, in der wir innehalten, zurückblicken und voller Zuversicht nach vorne schauen. Gemeinsam haben wir in diesem Jahr viel erreicht und unsere Gemeinschaft im Ortsteil einmal mehr gestärkt. Besonders stolz können wir auf die Entwicklung unseres Gemeindehauses sein. Die Haus- und Grundstücksgesellschaft Werder hat den Kunsthof erworben und wir dürfen den Saal und weitere Räume für den Ortsbeirat nutzen. Jetzt liegt es an uns, einen kulturellen Mittelpunkt für Glindow zu entwickeln und das Gemeindehaus mit Leben zu füllen. Das Brauchwasserwerk wurde modernisiert und sorgt jetzt für eine nachhaltige Bewässerung der Obstanbauflächen. Ein weiterer wichtiger Schritt ist unser Ortsteilentwicklungskonzept, das kurz vor dem Abschluss steht und die Weichen für die zukünftige Entwicklung Glindows stellt. Unsere Vereine haben in diesem Jahr wieder bewiesen, wie wichtig Zusammenhalt und Engagement für unseren Ortsteil sind. Das Osterfeuer im Schützenpark und die Blütenparty waren wahre Höhepunkte, die viele Menschen zusammengebracht und für ausgelassene Stimmung gesorgt haben. Mit dem Kirsch- und Ziegelfest haben wir ein neues Konzept gewagt und großen Zuspruch erhalten. Auch der Aktionstag „Feuer und Flamme“ des Landkreises und die Teilnahme des Heimatvereins Glindow und des Fördervereins historische Ziegeleien haben gezeigt, wie lebendig und kreativ unsere Gemeinschaft ist. Die Seniorenweihnachtsfeier und der Weihnachtsmarkt rundeten das Jahr ab und boten Gelegenheit, sich bei Glühwein und Leckereien auszutauschen sowie die Vorfreude auf das kommende Jahr zu teilen.
All diese Erfolge wären ohne Ihr Engagement, Ihre Ideen und Ihre Bereitschaft, sich einzubringen, nicht möglich gewesen. Mein herzlicher Dank gilt allen Ehrenamtlichen, Vereinsmitgliedern und Helferinnen und Helfern, die unser Dorfleben bereichern.
Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien frohe und besinnliche Weihnachten, einen guten Start ins neue Jahr und weiterhin viel Freude, Zuversicht und Gesundheit.
Mit besten Grüßen
Ihr Ortsvorsteher
Fred Witschel
Nach Abschluss der Beregnungssaison 2024 wurden die Umbaumaßnahmen im Herzstück des Brauchwasserwerkes fortgesetzt. Grundlage dafür waren Fördermittel aus dem Zukunfts-investitionsfonds und der Stadt Werder (Havel).
Laut dem aktuellen Quartalsbericht wurden für die bisherigen Baumaßnahmen und die wissenschaftliche Begleitung 1,4 Mio. € in Anspruch genommen.
Bei einem Vor-Ort-Termin am 07.11.2025 haben Herr Stefan Marten (Fachbereichsleiter der Stadt Werder (Havel)) sowie die Mitarbeiter des Brauchwasserwerkes Herr Holger Deichsel und Herr Henry Wolter einen Überblick über die Veränderungen im Brauchwasserwerk und die praktische Betriebsführung gegeben.
Links Wasserwerk Altbau und rechts das modernisierte Pumpenhaus
Beräumte Trafostation im Altbau
Infotafel am Brauchwasserwerk
Im Winterhalbjahr 2020/2021 wurde der 400 m lange Zulaufgraben vom Glindower See bis zur Pumpstation saniert. Dabei entstand eine kleine Badestelle am Jahnufer. 2021 erfolgte die Dachsanierung am Maschinenhaus und die Dachreparatur am Altgebäude.
Nach Abschluss der Bauarbeiten am Pumpenhaus wurden in den Wintermonaten 2024/2025 die nachfolgend genannten Umbaumaßnahmen durchgeführt. Damit war die Brauchwasser-versorgung während der Sommermonate gewährleistet.
Im Maschinenraum der ehemaligen P Brauch wurden die Pumpen und der sogenannte „Windkessel“, der zum Druckausgleich notwendig war, zurückgebaut.
Windkessel
Der Maschinenraum der P 1 blieb in seiner Funktion erhalten. 2 Pumpen mit einer Förderleistung von jeweils 260 m³/h mit jeweils 132 kW Anschlusswert und eine Pumpe mit einer Förderleistung von 120 m³/ h mit 55 kW Anschlusswert sowie der Windkessel wurden installiert.
Als Notfallreserve wurden 3 Pumpen mit einer Förderleistung von jeweils 100 m³/h aus dem Bestand der ehemaligen P 1 im Gebäude belassen.
Somit steht eine Brauchwassermenge von max. 640 m³/h zuzüglich einer Notfallreserve von 300 m³/h zur Verfügung.
Der Brauchwasserbedarf schwankte in den einzelnen Jahren. Das hängt in der Hauptsache vom Witterungsverlauf während der Vegetationsperiode ab. In den Sommermonaten mit geringen Niederschlägen steigt die Fördermenge, in denen mit mehr Regen sinkt sie.
Das lässt sich beispielsweise an den letzten Jahren ableiten:
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Jahr |
Fördermenge |
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2023 |
603.896 m³ |
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2024 |
618.340 m³ |
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2025 |
516.563 m³ |
Das Rohrsystem verzweigt sich in folgende Orte und Gemarkungen: Glindow, Plötzin, Bliesendorf, Kammerode und Göhlsdorf.
Für Göhlsdorf wurde eine Sonderregelung getroffen. Im Havariefall am Netz erfolgt die Reparatur auf eigene Rechnung der Gemeinde.
Zum Saisonbeginn 2025 gab es insgesamt 852 Anschlüsse mit Verbrauchzählern.
Leider gibt es immer noch Verluste durch sogenannte Schwarzabnehmer. Hier werden verstärkt Kontrollen durchgeführt und schrittweise Zwischenzähler in Teilbereichen des Rohrnetzes eingebaut. Damit lassen sich Anschlüsse ohne Wasseruhren besser als bisher eingrenzen.
Systembedingte Verluste treten durch das jährlich notwendige Befüllen und Entleeren auf. Das verästelte Rohrnetz mit einer gegenwärtigen Länge von zurzeit mehr als 150 km wird im Frühjahr – ab Anfang April – gefüllt und muss zur Vermeidung von Frostschäden im Herbst entleert werden. Die Rohrdimensionen betragen 80 mm bis 600 mm, je nach ihren Funktionen. Das Befüllen benötigt bis zur vollen Funktionsfähigkeit ca. 7 bis 10 Tage. Die Entleerung erfolgt über die Pumpstation zurück in den Zulaufkanal zum Glindower See, über Tiefpunkte in den Bewässerungsflächen oder durch Abpumpen.
Pumpstation P 1 mit neuen Pumpen
v.l.n.r.: Henry Wolter, Stefan Marten und Holger Deichsel
Im Gegensatz zu den ehemaligen 2 Pumpeinheiten erfolgt jetzt die Brauchwasserförderung aus einer Pumpstation, der neuen P 1.
Die Verteilung in die Rohrsysteme P 1 (vorwiegend für den Erwerbsobstbau) und P Brauch (altes Rohrnetz) für die Kleinabnehmer wird getrennt gesteuert.
Das Rohrleitungssystem P 1 wird mit 10 bar Ausgangsdruck und das ältere Rohrleitungssystem P Brauch mit 7 bar betrieben, um Rohrbrüche möglichst gering zu halten. In der Bewässerungssaison 2022 waren es 40 Rohrbrüche, vorwiegend am Netz der P Brauch. In der Saison 2025 waren es 15.
Im Gegensatz zur Vergangenheit kann über 24 Stunden Brauchwasser bereitgestellt werden, d. h. die Pumpen werden nachts nicht mehr außer Betrieb genommen, sondern werden dem Bedarf in ihrer Förderleistung angepasst. Das ist bei erhöhtem Bewässerungsbedarf und für die Frostschutzberegnung ein riesiger Vorteil. Darüber hinaus werden extreme Druckschwankungen, insbesondere durch Lufteinschluss in das Rohrsystem, die zu Rohrbrüchen führen können, weitestgehend vermieden.
Bei der Spätfrostabwehr im Frühjahr 2025 wurde auf 4 ha Apfelfläche diese Methode erfolgreich eingesetzt. Aufgrund der Klimaveränderung hat die Spätfrostabwehr, wie bereits in anderen Obstanbaugebieten praktiziert, im Werderaner Obstanbaugebiet an existenzieller Bedeutung gewonnen.
In die Zulaufrinne zum Pumpenhaus wurde ein sogenannter „Krautrechen“ eingebaut. Damit wird das Ansaugen von Pflanzenteilen und allerlei Treibgut verhindert. Mittels eines schräg stehenden Transportbandes wird das entnommene Material auf einen Container verladen und anschließend entsorgt.
Zulaufschacht mit Krautrechen
Neuer Mittelspannungs-Trafo
Im Jahr 2022 wurde ein Trafo mit Mittelspannung mit einer Kapazität von 1000 kVA errichtet. Damit ist die Versorgungssicherheit der Pumpstation mit Elektroenergie selbst bei maximaler Auslastung gewährleistet.
Innenleben des Trafos
Steuereinheit mit Monitor
Zur Steuerung der Pumpstation wurde eine Steuereinheit errichtet. Sämtliche Abläufe wie z. B. die Pumpleistung in Abhängigkeit von der Abnahme und Tag/Nacht-Schwankungen werden damit gesteuert.
Plötzlicher Druckabfall durch Rohrbrüche wird erkannt und führt zur automatischen Abschaltung der Pumpen.
Eine externe Überwachung mittels Smartphone durch die Mitarbeiter ist möglich.
Monitorbild P 1 und P Brauch
Steuereinheit
Die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter wurden durch die Modernisierung der Werkstatt, des Büros und der Sozialräume wesentlich verbessert. Damit können Verwaltungsaufgaben und Reparaturmaßnahmen in verstärktem Umfang auch in Eigenleistung durchgeführt werden.
Für die nächsten 3 Jahre sind Investitionen der Stadt Werder (Havel) in Höhe von jeweils 200.000 € für den Betrieb und 100.000 € für die Netzerhaltung vorgesehen.
Für das alte Gebäude bestehen zurzeit Überlegungen zur weiteren Nutzung. Eine Idee wäre die Einrichtung eines Obstbaumuseums für die Stadt Werder (Havel). Damit hätte das Obstbaumuseum wieder eine Heimat. Die Verbindung von Obstbau, Brauchwasserwerk und weiteren touristischen Highlights – wie dem Wanderwegenetz in den Glindower Alpen und dem Heimatmuseum – ist eine kulturelle Bereicherung für die Stadt Werder (Havel) und den Ortsteil Glindow und ein Alleinstellungsmerkmal.
Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch GWT-TUD GmbH aus Dresden, die Planung durch PICON GmbH aus Dresden. In einer Apfelanlage auf der Glindower Platte wurde eine Messstation errichtet. Sie ermittelt standortbezogen den Bewässerungsbedarf, entsprechend der klimatischen Bedingungen, des verfügbaren Wassers im Boden sowie der physiologischen Situation der Bäume.
Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf den gesamten Brauchwasserbedarf zu und sind für andere Anbauflächen mit ihren jeweiligen Anbaubedingungen evaluierbar.
Übergabe eines „Glindower Almanach“ durch Sigmar Wilhelm an Stefan Marten. Darin ist die Geschichte des Brauchwasserwerkes Glindow von seinen Anfängen 1936 (Baubeginn und 1937 Eröffnung und Betreibung, Autor Friedel Häberer) und weiter bis 2023, Autor Sigmar Wilhelm, beschrieben.
Die vorliegende Dokumentation setzt die Geschichte des Brauchwasserwerkes ab 2025 in die Zukunft fort.
Sigmar Wilhelm
Nach langer Pause fand am 10. Dezember 2025 erstmalig wieder eine Seniorenweihnachtsfeier statt. Initiiert vom Ortsvorsteher Fred Witschel und mit Unterstützung des Ortsbeiratsmitgliedes Renate Vehlow, dem Treffpunkt Werder sowie mehreren aktiven Frauen, die auch aktiv das Seniorenfrühstück in Glindow vorbereiten, wurde die Veranstaltung organisiert. Die Tische waren liebevoll eingedeckt und der Weihnachtsbaum erstrahlte in voller Pracht. Kurzweilig das Programm. Kinder der Grundschule Glindow sangen Weihnachtslieder, Sigmar Wilhelm und Stefanie Haufe luden zum Mitsingen zu den Klängen des Akkordions ein, Pfarrer Jonas Börsel hatte eine Weihnachtsgeschichte mitgebracht, Ortsvorsteher Fred Witschel trug weihnachtlich Gereimtes vor und vom Glindower Carneval Club mit den Kirschblüten und Früchtchen wurden zwei Tänze gezeigt. Auch der Weihnachtsmann und die Kirschkönigin Heike Runge ließen es sich nicht nehmen und sahen vorbei. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung.
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Organisatoren, Helfer und den Weihnachtsmann. Ein besonderer Dank gilt den fleißigen Spendern des Geschirrs für den Kunsthof und vorallem der HGW. Gerade noch rechtzeitig konnte die Heizung im Kunsthof repariert werden.
-> Die aktuelle Ausgabe vom 18. Dezember 2025 ist online: